Bericht vom 18. Sportlehrertag

| Wahnsinn! Der sächsische Sportlehrertag, eine Institution in der Fortbildungslandschaft für den Schulsport in Sachsen, erreicht die Volljährigkeit und das trotz Pandemie ganz ohne Unterbrechungen seit seiner Entstehung im Jahr 2004.

So erhielten auch in diesem Jahr wieder 150 top motivierte Sportlehrkräfte aus ganz Sachsen und allen Schulformen die Möglichkeit, unter unserem Motto „zwischen Tradition und Moderne“ über zwei Tage lang neue Anregungen für den eigenen Sportunterricht zu gewinnen und darüber hinaus den Austausch untereinander zu fördern und jenem eine Plattform zu geben. Damit konnte die überaus beliebte und stets Monate im Voraus ausgebuchte Veranstaltung, nach einer pandemiebedingten Reduktion der Teilnehmerzahl auf 100 im vergangenen Jahr, in diesem Jahr wieder in voller Stärke stattfinden.

Das Grußwort zur diesjährigen Eröffnung des 18. Sächsischen Sportlehrertages hielt der neue Referatsleiter Herr Eckert vom Referat 46 des sächsischen Kultusministeriums. Daneben zeigten auch die Schulsportreferenten aus Chemnitz, Dresden und Leipzig wieder mit ihrer Anwesenheit, dass der Sportlehrertag, in administrativer Unterstützung durch das Landesamt für Schule und Bildung Radebeul und der gesamten inhaltlichen Ausgestaltung durch den Sportlehrerverband Sachsen, zu den wichtigsten Fortbildungsveranstaltungen in Sachsen gehört.

Im Impulsreferat des ersten Tages hieß es darauf: „Stimmt die Stimme?“ Unter dem wichtigen Aspekt der Lehrergesundheit führte uns Gabriele Schmidt auf charmante Weise in die Welt unserer Stimme ein, um die Thematik später für interessierte Sportlehrkräfte im Workshop zu vertiefen.

Kurz danach ging es auch schon in die sportliche Praxis. Wie gewohnt konnten die Teilnehmenden nach ihrem individuellen Kursplan über zwei Fortbildungstage hinweg insgesamt fünf verschiedene Workshops besuchen und dabei so viel wie möglich Anregungen für sich selbst und als Multiplikator sammeln. In diesem Jahr standen den Sportlehrkräften dabei Workshopangebote zu kleinen Laufspielen mit Köpfchen, Jonglage in Verbindung mit Lifekinetik, erfrischende Tanzchoreografien, Einblicke in das Erstellen digitaler Sporttagebücher, Floorball unter schwierigen materiell-räumlichen Bedingungen, Badminton mit neuen Ansätzen in der Methodik, Lehrergesundheit im Bereich der Stimme, Fasziengesundheit bis hin zu dem international aufstrebenden Spiel Street Racket zur Verfügung. Da fiel es dem einen oder anderen regelrecht schwer, bei diesem umfangreichen Angebot überhaupt eine Auswahl treffen zu müssen.

Nach den ersten drei Workshops des ersten Tages hieß es dann noch für alle Mitglieder des Sportlehrerverbandes Sachsen, sich zur jährlichen Mitgliederversammlung zusammenzufinden. Diese stand in diesem Jahr unter dem besonderen Vorzeichen der Vorstandswahlen, weshalb nachlesbare Tätigkeitsberichte kürzer gehalten wurden. Nach der Entlastung des Vorstandes für das vergangene Jahr kam es sodann zur neuen Vorstandwahl, welcher den Sportlehrerverband Sachsen die nächsten vier Jahre gegenüber Schule, Gesellschaft und Politik vertreten wird. Aus dem Vorstand der vergangenen vier Jahre schieden unter großem Dank für die geleistete Arbeit unsere langjährige Vizepräsidentin Silke Wolf-Weichelt, unsere Fortbildungsspezialistin im Bereich Ski/Alpin und Langlauf Annett Pötschke, unser Verbindungsmann zur universitären Ausbildung Dr. Ralf Schlöffel sowie unsere Ansprechpartnerin für Seiteneinsteiger Susi Sickora aus.

Den neuen, etwas verschlankten Vorstand mit unserem Präsident Peter Pattke, den beiden Vizepräsidenten Paul Döring und Robert Venus sowie Claudia Pfeil für Netzwerk und Kommunikation bestätigte die Mitgliederversammlung anschließend einstimmig. An der Vorstandstätigkeit interessierte Mitglieder sind deshalb herzlich dazu eingeladen, sich bei uns zu melden, um den Vorstand perspektivisch wieder etwas breiter aufzustellen.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung erhielten noch unsere aktiven Senioren Petra Schmalfeld und Herbert Grahl das Wort. Aus ihren Reihen war letztes Jahr die Initiative zur Festschrift „30 Jahre Sportlehrerverband Sachsen“ entstanden, welche schließlich alle Mitglieder als Weihnachtspost 2020 erhielten. Petra Schmalfeld berichtete den Mitgliedern, wie die anfängliche Idee schließlich zum Selbstläufer wurde, dankte allen daran beteiligten Akteuren und erhielt anschließend selbst ein großes Dankeschön von allen Anwesenden.

Herbert Grahl hingegen schilderte in einer erfrischenden Art, wie es zur Ehrenamtspreisverleihung der Bundesregierung für das Romanus-Freibad in Siebenlehn kam und erhielt dafür ebenfalls einen großen Applaus. Nähere Informationen dazu finden sich auch auf unserer Website unter folgendem Link (Artikel Auszeichnung für besonderes Engagement verlinken).

Mit einem informellen abendlichen Beisammensein endete schließlich der erste Fortbildungstag. Den zweiten Tag eröffnete Marcel Straub mit seinem bewegenden Impulsreferat über „Street Racket around the world“, wonach die Teilnehmenden gleich doppelt motiviert in den zweiten Fortbildungstag starteten. Am Nachmittag hieß es dann schließlich auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr zu sagen, die Zertifikate auszugeben und in zufriedene Gesichter blickend, ein erholsames Wochenende zu wünschen.

Als Sportlehrerverband Sachsen möchten wir uns abschließend noch bei unseren langjährigen Partnern Kübler Sport, dem Limpert Verlag, 11Teamsports sowie dem Hofmann Verlag bedanken, welche mit ihren Messeständen und/oder Materialien für unsere Tagungsmappen die Veranstaltung abrundeten. Auch euch hoffen wir nächstes Jahr wieder begrüßen zu können.

Bis dahin. Bleibt in Bewegung. Wir bleiben es für euch!

Euer Sportlehrerverband Sachsen.

Bei Rückfragen zum Zertifikat wendet ihr euch bitte direkt an das LaSuB Radebeul. Beim Druck lag in diesem Jahr leider ein Software-Fehler vor. Wir haben auf die Ausstellung keinen Zugriff. Unter folgendem Kontakt wird euch direkt und zügig geholfen.

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